Am 7.4. hatte ich endlich mal wieder die Möglichkeit, vom Garten aus die Sonne aufzunehmen. Eigentlich sollte sich das im Vergleich zu der Dachfenstersonnenwarte positiv auf die Luft(un)ruhe auswirken. Doch die sich erwärmende Erde hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. So konnte ich nur bei 1m Brennweite aufnehmen. Kurzfristig wurde ein 4x4 Gesamtsonnen-Mosaik geplant. Leider konnte ich nur die ersten 4 Bilder verwenden, da die Luft danach immer schlechter wurde und AviStack seine Referenzpunkte in den Teilen der Sonne nicht fand, in denen weder Rand noch Sonnenaktivität vorhanden ist (im Süden der Sonne):
Das Bild zeigt die aktive Region AR1060 und links oben ein kurzes Stück Filament, das in eine Protuberanz übergeht.
Die Einzelbilder wurden bei 1m Brennweite aufgenommen, wobei für Oberfläche und Protuberanz keine unterschiedlichen Belichtungszeiten verwendet wurden. Die Protuberanzen in diesem Bereich der Sonne waren hell genug, daß sie bei den Belichtungseinstellungen, die man für die Oberfläche verwendet, ebenfalls mit aufgenommen wurden. Diesen Teil des Bildes musste ich stark anheben, wodurch die Protuberanzen verrauschen. Auch der eigentlich dunkere Randbereich der Sonne wird durch diese Maßnahme heller, das Bild wirkt flach. Mir gefällt es dennoch besser als ein Komposit aus zwei verschiedenen Aufnahmen - vor allem, weil ich nicht sehr gut im Zusammensetzen solcher Komposits bin :)


